Evangelium Lukas 8, 19–21
In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder zu ihm;
sie konnten jedoch wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen.
Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Brüder
stehen draußen und möchten dich sehen.
Er erwiderte ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind die,
die das Wort Gottes hören und tun.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
Vom Hören des Wortes war im Gleichnis vom Sämann und in der Auslegung dieses Gleichnisses die Rede (V. 8.11–15). Das rechte Hören, das Festhalten am Wort und das Leben nach dem Wort Jesu, das und nichts anderes führt in seine Nähe. Nicht durch Abstammung wird man Verwandter Jesu. Das müssen seine Blutsverwandten lernen, die aus Nazaret gekommen sind, um ihn zu sehen. Was wollen sie „sehen“? Sie haben ihn in Nazaret gesehen und doch nicht gesehen (4, 20.23; vgl. 8, 10). Sie haben gestaunt (4, 22), aber nicht geglaubt. Es hat ihnen nichts genützt, dass sie im Land Jesu lebten und seine Zeitgenossen waren. Sie standen „draußen“ (V. 20); aber Jesus lässt sich nicht herausrufen, wer ihn sehen will, muss drinnen sein.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)
alles an einem Tage fertig
Man muss nicht alles an einem Tage fertig haben wollen.
(Teresa von Avila)
„Schmunzeliges“
Der Lehrer fragt: 'Welchen Nutzen hat die Sonne?' Meldet sich Bruno: 'Überhaupt keine! Nachts scheint sie nicht und am Tag ist es ja sowieso hell.'
Verabschiede dich von übertriebenen Erwartungen.
Söhne dich mit deiner Durchschnittlichkeit, mit deinen Grenzen aus.
Dann kannst du auch all das Positive sehen, das Gott dir geschenkt hat.
(Anselm Grün)
Das eigentliche Ziel meines Lebens besteht nicht darin,
möglichst viel zu leisten, sondern darin,
meine ganz persönliche Lebensspur in die Welt einzugraben.
Und um diese Spur zu entdecken, brauche ich Zeit und Stille.
(Anselm Grün)
Die Weite des Herzens in der Enge des Alltags zu erfahren,
das ist wahre Lebensqualität.
(Anselm Grün)
Wir sind alle Blätter an einem Baum,
keins dem andern ähnlich,
das eine symmetrisch,
das andere nicht,
und doch alle gleich wichtig dem Ganzen.
(Gotthold Ephraim Lessing)
einen wachen Blick
Morgengebet
Guter Gott,
schenke uns heute einen wachen Blick
für die kleinen Augenblicke des Guten.
Lass uns erkennen,
dass die gute Zeit nicht einfach vom Himmel fällt,
sondern dass wir sie mitgestalten dürfen –
durch unsere Worte, unsere Gedanken
und durch das, was wir einander schenken.
Du hast das Gute in unser Herz gelegt.
Lass uns heute den Mut haben,
es hervorzuholen und weiterzugeben:
ein freundliches Wort,
ein geduldiges Ohr,
ein Lächeln,
eine helfende Hand.
Möge dieser Tag nicht nur an uns vorübergehen,
sondern durch uns ein wenig heller werden.
Gott, begleite uns auf unseren Wegen
und lass uns spüren:
Die gute Zeit beginnt dort,
wo wir unser Herz öffnen.
Amen.
Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.
Herr wir bitten komm und segne uns lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns. Rühr uns an mit deiner Kraft.
Liebe Grüße, Aloys

