Frage
Was bedeutet Homiletik?
A Predigtlehre
B Verfassen von Texten
C Recherche nach Bibelstellen
D Deuten von Träumen
Antwort A Predigtlehre
Homiletik ist die Lehre und Kunst des öffentlichen Predigens, die sich mit der Anwendung von Rhetorik und Kommunikationswissenschaft auf den theologischen Sinn und die Methode der Predigt beschäftigt. Sie vermittelt das Handwerkszeug, um eine Botschaft biblisch zu verstehen, sie auf die Lebenswirklichkeit der Gemeinde anzuwenden und sie verständlich sowie zeitgemäß zu formulieren.
..... und noch ein Impuls:
Für jeden hat die Bibel ein Wort,
das Gott eigens für ihn schreiben ließ.
(Charles de Foucauld)
..... und noch ein Witz:
„Haben Sie die Bibel nicht gelesen? Da steht doch, dass der Herr am siebten Tag ruhte!“, fragt der Pfarrer den Bauern, der am Sonntag mit der Heuernte beschäftigt ist. – „Doch, doch“, meint der Bauer mit einem besorgten Blick auf die aufziehenden Wolken, „das weiß ich wohl. Aber er war mit seiner Arbeit fertig und ich nicht!“
das Leben genießen
Genieße das Leben!
Man muss lachen und weinen,
lieben, arbeiten, genießen und leiden,
so viel wie möglich nach dem Maße
seiner Fähigkeit in Schwingung sein.
Das ist das wahrhaft Menschliche.
(Gustave Flaubert)
Über 100.000x berührt ... Fühlt sich gut an.
Ein Sohn nimmt seinen in die Jahre gekommenen Vater mit in ein Restaurant, um dort ein leckeres Abendessen zu genießen. Sein Vater ist ziemlich alt und deswegen auch schon etwas schwach. Während er isst fällt immer wieder mal etwas Essen auf sein Hemd und die Hosen. Die anderen Gäste starren den Mann mit vor Ekel verzerrten Gesichtern an, doch sein Sohn bleibt seelenruhig. Nachdem beide mit dem Essen fertig sind, geht der Sohn, dem das Ganze immer noch kein Stück peinlich ist, gemächlich mit seinem Vater zu den Toiletten. Dort wischt er ihm die Essensreste aus dem faltigen Gesicht, versucht die Flecken aus der Kleidung zu waschen, kämmt ihm liebevoll das graue Haar und richtet zum Schluss seine verrutschte Brille. Als die beiden den Waschraum verlassen, herrscht im gesamten Restaurant Totenstille. Niemand kann verstehen, wie man sich öffentlich so blamieren kann. Der Sohn zahlt noch die Rechnung und will gehen, da steht ein älterer Herr unter den Gästen auf und fragt ihn: „Meinen Sie nicht, dass Sie etwas hier gelassen haben?“ Der antwortet: „Nein, das habe ich nicht.“ Doch die Antwort des fremden Mannes ist: „Doch das haben Sie! Sie haben hier jedem Sohn eine Lektion hinterlassen, und ihren Vätern Hoffnung!“ Jetzt ist es im Restaurant so still, man könnte eine Stecknadel fallen hören. Es ist eine der größten Ehren sich einmal um die zu kümmern, die sich einst um uns gekümmert haben. Mit all der Zeit, Mühe und dem Geld, das unsere Eltern ihr Leben lang für uns geopfert haben, verdienen sie und alle alten Menschen den größten Respekt.
Teresia von Avila
Heute wir besonders die heilige Teresia von Avila verehrt:
Wer war sie?
Die heilige Teresa von Ávila (1515–1582) war eine bedeutende spanische Mystikerin, Ordensgründerin und Reformatorin des Karmelitinnenordens. Als junges Mädchen verspürte sie den Ruf Gottes und entschied sich, ihrem ursprünglichen, wohlbehüteten Lebensweg zu folgen, obwohl dies bedeutete, weltliche Annehmlichkeiten hinter sich zu lassen. Mit Mut und Zuversicht trat sie in das Karmelitinnenkloster in Ávila ein, wo sie eine tiefgreifende spirituelle Entwicklung erlebte und schließlich zu einer führenden Gestalt der klösterlichen Reformbewegung wurde.
Teresa setzte sich fortan für eine strengere, kontemplativere Lebensform ein – eine Reform, die die Karmelitinnen zu mehr Stille, Gebet und innerer Freiheit zurückführen sollte. Sie gründete neue, straffere Gemeinschaften, begleitete diese reformatorisch und schrieb Regeln, die das klösterliche Leben in Tiefe und Einfachheit verlässlich verankern sollten. Ihr Wirken trug wesentlich zur Erneuerung des klösterlichen Charakters in Spanien bei und beeinflusste später auch andere Orden.
In ihren Schriften, die zu den wichtigsten Werken der christlichen Mystik gehören, schildert Teresa ihre eigenen mystischen Erfahrungen, ihre Sehnsucht nach Gottes Gegenwart und ihren Weg der seelischen Suche. Werke wie der "Himmlische Speisen", der "Innere Palast" und andere Schriften sprechen von der Begegnung mit Gott, der Seele als Gefangenschaft in Liebe zu Gott, und der Kunst des Bets, der Geduld und der Hingabe. Ihre Sprache war klar, oft direkt, und sie verband tiefe Spiritualität mit einem bewusst praktischen Gebrauch des Alltags.
Teresa war eine Frau mit großer Willenskraft, die Grenzen ihrer Zeit überwand und eine Stimme der Reform, der Tiefe und der geistigen Freiheit wurde. Ihr Leben ist geprägt von Demut, Güte und einer leidenschaftlichen Liebe zu Gott, die sich in Stille, Gebet und aktiver Barmherzigkeit ausdrückte. Heute inspiriert ihr Weg Menschen, nach Tiefe, Wahrheit und echter Gottesnähe zu suchen, unabhängig von Geschlecht oder sozialen Schranken. Ihre Lebensvision erinnert daran, dass echte Spiritualität sowohl innere Freiheit als auch äußere Reform bedeutet: eine Liebe, die zuerst das Herz berührt und dann die Welt zu verwandeln beginnt.
Allmächtiger Gott, du hast die heilige Teresia von Jesus
durch deinen Geist erweckt
und sie der Kirche als Lehrmeisterin
des Weges zur Vollkommenheit geschenkt.
Gib, dass wir in ihren Schriften
Nahrung für unser geistliches Leben finden.
Durchdringe uns mit der Gewissheit,
dass du allein genügst,
und entzünde in uns das Verlangen nach Heiligkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

