dann fehlt ihm alles

Eine kleine Geschichte
Einst war in einem ferner Königreich eine Krankheit ausgebrochen, an der alle zu sterben drohten. Der Zufall fügte es, dass just zu dieser Zeit ein weitgereister Arzt zum Palast kam, der eine kleine Flasche Medizin mit sich trug, gerade genug, um eine einzige Person vor der Seuche zu bewahren. Die Wachen führten ihn vor den König. Der König ließ die Weisen seines Landes zusammenrufen und fragte sie, ob er das Wasser des Lebens zu sich nehmen solle. Und die Weisen antworteten: "Aber ja, großer König, wenn du das Wasser des Lebens nicht trinkst, musst du sterben. Darum trink es, und so bleibt der Edelste von uns am Leben!" Nachdenklich fragte der König: "Sind eigentlich alle Weisen aus meinem Land heute hier?" Und siehe, es stellte sich heraus, dass einer fehlte, der im äußersten Winkel des Königreichs lebte. Da befahl der König, auch diesen herbeizuholen. Das dauerte viele Wochen. Als der Alte schließlich vor dem Thron kniete, richtete der König die gleiche Frage an ihn. Der Weise überlegte lange und fragte dann: "Wirst du, großer König, das Wasser des Lebens alleine trinken, oder werden auch andere davon trinken?" "Es ist nur ein Fläschchen da," entgegnete der König, "und das reicht gerade für eine Person." "Edler König, in diesem Fall rate ich dir, den Becher nicht zu leeren. Denn siehe, wenn einer allein überlebt, ohne Freunde, Familie, sein Volk, dann fehlt ihm alles, dann ist er lebendig tot."

…. viel Freude:
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Halt an – in dieser Stunde

Halt an - in dieser Stunde.
Gönne dir diese „Auszeit“.
Komm zur Ruhe und lass dir neue Kraft schenken für die nächste Etappe.
Unterbrich ganz bewusst das aufgeregte Treiben dieser Stunde,
ziehe Bilanz und bestimme die Richtung, in die du weitergehen willst. .
Halt an - nicht nur heute: lass dich nicht von Termin zu Termin hetzen.
Mach Atempausen zu einem festen Bestandteil deiner Tage und Wochen.
Lege eine Rast ein, wie die Jünger, als sie mit der Botschaft Jesu unterwegs waren.
Nur wer von Zeit zu Zeit das Tempo drosselt,
kann die Schönheit seiner Lebenslandschaft wahrnehmen.

„Schmunzeliges“
„An Arbeit ist noch niemand gestorben“, sagt der Chef zu einem trägen Arbeiter. „Ich weiß“, erwidert der, „und ich will nicht das erste Opfer sein!“

Gebet aus Lateinamerika

Herr,
aus den Dörfern und Städten sind wir unterwegs zu dir;
aus den Tälern und Bergen sind wir unterwegs zu dir;
aus den Hütten und Häusern sind wir unterwegs zu dir;
aus den Büros und Fabriken sind wir unterwegs zu dir.
Mit den leidenden Brüdern und Schwestern sind wir unterwegs zu dir;
mit den lachenden Kindern sind wir unterwegs zu dir;
mit allen, die an dich glauben, bilden wir ein grosses Volk.
Als Bauleute des Friedens sind wir unterwegs zu dir;
als Boten der Gerechtigkeit sind wir unterwegs zu dir;
als Zeugen deiner Liebe sind wir unterwegs zu dir;
als Glieder deiner Kirche sind wir ein heiliges Volk.
Wenn wir das Brot teilen,
wenn wir die Schwachen stützen,
wenn wir die Verfolgten beschützen
und für sie beten
sind wir unterwegs zu dir.
Wenn wir die heilige Messe feiern,
bist du bei deinem Volk.

„Schmunzeliges“

Der Hausarzt fragt die Patientin: „Na, wie fühlen Sie sich denn heute?“ – „Schon viel besser, nur das Atmen fällt mir noch etwas schwer.“ „Na, dann schauen wir mal, dass wir das auch noch wegkriegen!“