Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 01. November 2025

Evangelium Matthäus 5, 1–12a


In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten,
stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm.
Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach:
Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.
Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen.
Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
Die Seligpreisungen der Bergpredigt sind der Form nach Glückwünsche („Selig, die …“), der Sache nach Bedingungen für den Einlass in das Reich Gottes. Sie sind zu allen Menschen gesagt, nicht etwa nur zu den Frommen. Es ist anzunehmen, dass die kürzere Form der Seligpreisungen bei Lk (6, 20–23) die ursprünglichere ist; in den Erweiterungen bei Matthäus liegen bereits Deutungen vor, in denen die Situation und Denkweise dieses Evangelisten (oder seiner Vorlage) sichtbar werden. Die Teilhabe an der Gottesherrschaft, der Eintritt in die neue Welt Gottes, wird den Armen, den Trauernden, den Hungernden zugesagt. Damit sind nicht nur wirtschaftlich-soziale Gruppen gemeint; es sind die Menschen, die („vor Gott“) wissen und bejahen, dass sie nichts haben und nichts können, dass sie ganz auf Gott angewiesen sind. Nach den Armen wird das Himmelreich denen zugesprochen, die um Jesu willen beschimpft, verleumdet und verfolgt werden. Nicht weil er arm ist, wird der Arme glücklich gepriesen, und der Verfolgte nicht, weil er verfolgt wird; glücklich ist, wer zu Armut und Verfolgung ja sagen und sich darüber sogar freuen kann, weil er so Christus ähnlicher wird und in seiner eigenen Schwachheit die Kraft Gottes erfährt.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)


im heutigen Gottesdienst

… drei Gebete aus dem heutigen Gottesdienst

Tagesgebet
Allmächtiger, ewiger Gott,
du schenkst uns die Freude,
am heutigen Fest
die Verdienste aller deiner Heiligen zu feiern.
Erfülle auf die Bitten so vieler Fürsprecher
unsere Hoffnung
und schenke uns dein Erbarmen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Gabengebet
Herr, unser Gott,
nimm die Gaben entgegen,
die wir am heutigen Fest darbringen.
Wir glauben, dass deine Heiligen bei dir leben
und dass Leid und Tod sie nicht mehr berühren.
Erhöre ihr Gebet
und lass uns erfahren, dass sie uns nahe bleiben
und für uns eintreten.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet
Gott, du allein bist heilig,
dich ehren wir, wenn wir der Heiligen gedenken.
Stärke durch dein Sakrament
in uns das Leben der Gnade
und führe uns auf dem Weg der Pilgerschaft
zum ewigen Gastmahl,
wo du selbst die Vollendung der Heiligen bist.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

was in uns wesentlich ist

Unsere Lebensaufgabe ereignet sich,
wenn wir freilegen, was in uns wesentlich ist.

(Meister Eckhart)

„Schmunzeliges“
Adrian kommt von der Schule nach Hause und berichtet dem Vater: „Morgen ist Elternabend im kleinen Kreis, nur der Lehrer und du!“

„Wenn ich an Kopfweh leide und Neurose,
mich unverstanden fühle oder alt,
dann greif` ich nicht zur Pillendose,
dann konsultiere ich den Doktor Wald!
Er ist mein Augenarzt und mein Psychiater,
mein Orthopäde und mein Internist;
er hilft mir sicher über jeden Kater,
ob er aus Kummer oder Kognak ist.
Er hält nicht viel von Pülverchen und Pillen,
doch umso mehr von Sonne und von Licht,
behandeln wird er mich stets im Stillen,
und ein Honorar verlangt er nicht!
Er bringt mich immer wieder auf die Beine,
den Blutdruck regelt er und das Gewicht,
wirkt gegen Herzinfarkt und Gallensteine,
nur Hausbesuche macht er leider nicht!“

Erinnern
Ein Mann fand am Abend einen Knoten in seinem Taschentuch. Beim besten Willen konnte er sich nicht mehr daran erinnern, woran der ihn der Knoten erinnern sollte. Es kamen ihm alle möglichen Aufgaben und Verpflichtungen in den Sinn: eine Reparatur, Telefonate, ein Besuch beim Nachbarn ..... Kurz vor Mitternacht fiel ihm ein, woran der Knoten ihn erinnern sollte. Er wollte heute früh zu Bett gehen.

„Schmunzeliges“
„Eine Eintagsfliege meldet sich beim Arbeitsamt und fragt nach einem Halbtagsjob. Der Sachbearbeiter daraufhin: „Und warum soll es ausgerechnet ein Halbtagsjob sein?“ „Na, ich möchte schließlich nicht mein halbes Leben lang arbeiten!“

Wenn man vor dem Abgrund steht,
dann ist der Rückschritt ein Fortschritt.
(Friedensreich Hundertwasser)