Der Psalm 60

Der Psalm 60 ist ein Gesang, der David angesichts einer schweren Schlacht und Niederlagen gewidmet ist. Er beginnt mit einer Bitte um Hilfe und Trost, erinnert daran, dass Gott die Grenzen festgelegt hat und dass Israel trotz Rückschlägen Hoffnung hat, weil Gott ihnen hilft. Der Psalm drückt Klage über Kriege, Verluste und Feinde aus, ruft aber gleichzeitig zum Vertrauen auf Gott und zur Rückkehr zu ihm auf. Am Ende kommt Zuversicht zum Ausdruck: Gott wird Israel wieder retten und seine Glorie wiederherstellen.

1 Bitte um Hilfe nach einer Niederlage
[Für den Chormeister. Nach der Weise «Lilie des Zeugnisses». Ein Lied Davids zum Lehren,
2 als er mit den Aramäern Mesopotamiens und den Aramäern von Zoba kämpfte und als Joab umkehrte und die Edomiter im Salztal schlug, zwölftausend Mann.]
3 Du hast uns verworfen, o Gott, und zerschlagen. /
Du hast uns gezürnt. Richte uns wieder auf!
4 Erschüttert hast du das Land und gespalten. /
Heile seine Risse! Denn es kam ins Wanken.
5 Du hast dein Volk hart geprüft, /
du gabst uns betäubenden Wein zu trinken.
6 Für alle, die dich fürchten, hast du ein Zeichen aufgestellt, /
zu dem sie fliehen können vor dem Bogen. [Sela]
7 Hilf mit deiner Rechten, erhöre uns, /
damit die gerettet werden, die du so sehr liebst.
8 Gott hat in seinem Heiligtum gesprochen: /
«Ich will triumphieren, will Sichem verteilen /
und das Tal von Sukkot vermessen.
9 Mein ist Gilead, mein auch Manasse, /
Efraim ist der Helm auf meinem Haupt, /
Juda mein Herrscherstab.
10 Doch Moab ist mein Waschbecken, /
auf Edom werfe ich meinen Schuh, /
ich triumphiere über das Land der Philister.»
11 Wer führt mich hin zu der befestigten Stadt, /
wer wird mich nach Edom geleiten?
12 Gott, hast denn du uns verworfen? /
Du ziehst ja nicht aus, o Gott, mit unseren Heeren.
13 Bring uns doch Hilfe im Kampf mit dem Feind! /
Denn die Hilfe von Menschen ist nutzlos.
14 Mit Gott werden wir Großes vollbringen; /
er selbst wird unsere Feinde zertreten.

Durch die Psalmen erfahren wir,
wie wichtig das Gebet und die Anerkennung des Schmerzes sind,
aber auch die Macht des Lobpreises und die Erfüllung von Prophezeiungen.
Dieses Buch ist als Gebetbuch für Gottes Volk konzipiert,
das auf die Ankunft des Messias
und die Erfüllung von Gottes Versprechen wartet.

Die Psalmen singen von der Liebe Gottes,
denn jeder Tag ist ein Zeichen von Gottes Gnade.


die Erzieherin erschuf

Als der liebe Gott die Erzieherin erschuf 
Als der liebe Gott die Erzieherin schuf machte er bereits den sechsten Tag Überstunden. Da erschien der Engel und sagte: "Herr, ihr bastelt aber lange an dieser Figur!" Der liebe Gott sprach: "Hast du die speziellen Wünsche auf der Bestellung gesehen? Sie soll pflegeleicht, aber nicht aus Plastik sein, sie soll 160 bewegliche Teile haben, sie soll Nerven wie Drahtseile haben und einen Schoß auf dem 10 Kinder gleichzeitig sitzen können. Ich Zuspruch soll alles heilen, von der Beule bis zum Seelenschmerz und sie soll 6 paar Hände haben."
Da schüttelte der Engel den Kopf und sagte: "6 paar Hände, das wird kaum gehen!" - "Die Hände machen mir keine Kopfschmerzen," sagte der liebe Gott, "aber die 3 paar Augen, die eine Erzieherin haben muss." - "Gehören die denn zum Standartmodell?" fragte der Engel. Der liebe Gott nickte: "Ein Paar, das durch geschlossene Räume blickt, während sie fragt: Was macht ihr da drüben? – obwohl sie es längst weiß. Ein zweites Paar im Hinterkopf, mit dem sie sieht, was sie nicht sehen soll, aber wissen muss. Und natürlich doch die zwei Augen hier vorn, aus denen sie ein Kind ansehen kann, das sich unmöglich benimmt, und die trotzdem sagen: ich verstehe dich und habe dich lieb – ohne, dass sie ein einziges Wort spricht."
"O, Herr," sagte der Engel und zupfte ihn leise am Ärmel, "geht schlafen und macht morgen weiter." - "Ich kann nicht," sagte der liebe Gott, "denn ich bin nahe dran etwas zu schaffen das mir einigermaßen ähnelt: Ich habe bereits geschafft, dass sie sich selbst heilt wenn sie krank ist, dass sie 20 Kinder mit einem winzigen Geburtstagskuchen zufrieden stellt, dass sie einen 6-jährigen dazu bringen kann, sich vor dem Essen die Hände zu waschen, einen 3 jährigen davon überzeugt das Knete nicht essbar ist und übermitteln kann, dass Füße überwiegend zum Laufen und nicht zum Treten gedacht sind."
Der Engel ging langsam um das Modell der Erzieherin herum. "Zu weich," seufzte er. "Aber zäh," sagte der liebe Gott energisch. "Du glaubst gar nicht was diese Erzieherin alles leisten und aushalten kann!" - "Kann sie denken?" - "Nicht nur denken, sondern sogar urteilen und Kompromisse
schließen," sagte der liebe Gott, "und vergessen."
Schließlich beugte sich der Engel vor und fuhr mit einem Finger über die Wange des Modells. "Da ist ein Leck," sagte er, "ich habe euch ja gesagt, ihr versucht zu viel in das Modell hineinzupacken!" - "Das ist kein Leck," sagte der liebe Gott, "das ist eine Träne." - "Wofür ist sie? - "Sie fließt bei Freude, Trauer, Enttäuschung, Schmerz und Verlassenheit." - "Ihr seid ein Genie!" sagte der Engel. Da blickte der liebe Gott versonnen: "die Träne," sagte er, "ist das Überlauf-Ventil!!!"