Maßstab Liebe

„Herr, gib uns deinen Frieden!“

Maßstab Liebe

Vor Gott zählt nicht, was du kannst, was du machst,
was du leistest, was du hast, wer und was du bist,
sondern, ob du der Mensch bist, als den dich Gott erdacht und erschaffen hat.
Bei Gott kommt es auf die kleinen aber wesentlichen Dinge des Lebens an.
Da zählt jeder kleine Schritt des Friedens, den du setzt,
jede Tat der Liebe, und sei sie noch so klein,
jedes Lächeln, mit dem du deinen Nächsten erfreust,
jedes herzliche Wort, das du für andere übrig hast,
die Zeit, die du anderen schenkst,
jede Träne, die du mit deinem Nächsten weinst,
jeder Augenblick der Freude, den du teilst,
es gelten nicht die Maßstäbe mit denen die Welt misst,
sondern es geht um Hingabe und Achtsamkeit, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit.
Denn Gottes Maßstab ist die Liebe
(Christine Gruber-Reichinger)

Denn es ist geboren die Gerechtigkeit.
Denn es ist geboren Christus der Herr.


Leben ohne Liebe
Glauben ohne Liebe macht fanatisch.
Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich.
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.
Macht ohne Liebe macht gewalttätig.
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Ein Leben ohne Liebe macht krank.

Du unsere Hoffnung und unsere Freude,
du Gerechtigkeit, du Maß,
du all unser Reichtum, mehr als wir brauchen.

(Franz von Assisi)

Wenn die Güte ihr nicht vorausgeht,
ist die Gerechtigkeit ein trockenes Brot.

(Madeleine Delbrel)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.


Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 09. Dezember 2025

Evangelium Matthäus 18, 12–14


In jener Zeit fragte Jesus seine Jünger: Was meint ihr?
Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt,
lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück,
geht hin und sucht das verirrte?
Und wenn er es findet – Amen, ich sage euch:
Er freut sich über dieses eine mehr
als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben.
So will auch euer himmlischer Vater nicht,
dass einer von diesen Kleinen verloren geht.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium

Im Lukasevangelium (Lk 15, 3–7) steht das Gleichnis vom verlorenen Schaf neben dem von der verlorenen Drachme und vom verlorenen Sohn. Alle drei zeigen Gottes erbarmende Liebe zum verlorenen Menschen. Auch in Mt 18 heißt es, dass Gott sich freut, wenn er das verlorene Schaf findet. Gott ist auch ein Gott der Einzelnen, der jedem Einzelnen sogar auf seinem Irrweg folgt, um ihn zurückzugewinnen. Doch wird der Gemeinde auch gesagt: Das Handeln Gottes soll Vorbild sein; die Gemeinde ist verpflichtet, sich liebevoll um die verlorenen Schafe zu kümmern, umso mehr als sie ja selbst ihre Berufung und Existenz ganz der erbarmenden Liebe Gottes verdankt.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)