Jesus befähigt

Was du mir sagst, das vergesse ich. 
Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich.
Was du mich tun lässt, das verstehe ich.

(Konfuzius)

..…was sagt Jesus zum Thema „Befähigung anderer“
Jesus befähigt Menschen, indem er ihnen Vertrauen, Verantwortung und Vollmacht gibt.
Jesus zeigt, dass Menschen nicht klein gehalten, sondern ermutigt, befähigt und zur eigenen Verantwortung geführt werden sollen. Jesus traut Menschen etwas zu und gibt ihnen Aufgaben.
Er lehrt und begleitet sie, damit sie selbstständig handeln können.
Er gibt Verantwortung weiter, statt alles selbst zu tun.
Er ermutigt seine Jünger, selbst andere zu lehren und zu unterstützen.
Ein gutes Beispiel ist die Aussage: „Geht hin und macht zu Jüngern alle Völker“ (Matthäus 28,19). Jesus gibt seinen Jüngern damit Verantwortung und befähigt sie, seinen Auftrag selbst weiterzuführen. In Johannes 13,12–15: Jesus wäscht seinen Jüngern die Füße und sagt anschließend, dass sie seinem Beispiel folgen sollen. Er demonstriert also zuerst selbst, was er von ihnen erwartet.

..…eine Geschichte
Mara arbeitete seit Jahren in einer kleinen Werkstatt. Jeden Morgen erledigte sie zuverlässig dieselben Aufgaben. Eines Tages fiel der Maschine aus, die für einen wichtigen Auftrag gebraucht wurde. „Das kann ich nicht reparieren“, sagte Mara. Ihr Kollege Jonas antwortete: „Dann finden wir heraus, wie es geht.“ Er zeigte ihr nicht die Lösung. Stattdessen stellte er Fragen, suchte mit ihr im Handbuch und ließ sie selbst ausprobieren. Beim dritten Versuch sprang die Maschine wieder an. Mara sah Jonas an und lächelte. „Du hast sie gar nicht für mich repariert.“ „Nein“, sagte Jonas. „Ich habe dir geholfen, es selbst zu können.“ Von diesem Tag an traute Mara sich mehr zu. Und irgendwann war sie es, die einem neuen Kollegen sagte: „Ich zeige dir nicht, wie du es machst. Ich helfe dir, es selbst herauszufinden.“

….. ein Gebet
Gott, gib uns Mut, unsere Fähigkeiten zu entdecken,
Vertrauen in unsere Stärken und Menschen, die uns ermutigen.
Hilf uns, auch andere zu befähigen und ihnen zu zeigen:
Du kannst es schaffen. Amen.

Es segne und begleite uns der dreieinige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen

selbst heller

Trier ist sehr schön!

Wenn du ein Licht für jemanden bist,
wirst du auch für dich selbst heller.

(Albert Schweitzer)

Das Glück liegt nicht darin,
dass man tut, was man mag,
sondern darin, dass man mag,
was man tut.“
(Leo Tolstoi)

Das höchste Gut ist, anderen Gutes zu tun.
(Seneca)

Gott schauen
Am Ende seines Lebens wurde der alte König schwermütig. Missmutig ließ er alle Weisen des Landes rufen: „Ich habe alles in meinem Leben erlebt. Nur Gott habe ich nicht gesehen. Ihn will ich noch sehen. Ich habe nicht mehr viel Zeit. Ich gebe euch drei Tage, dass ich Gott ins Angesicht schauen kann. Schafft ihr es nicht, werde ich euch töten lassen.“ Als die Tage vorüber waren, ließ er alle wieder vor sich rufen. Die Weisen blieben jedoch stumm. Als der zornige König ihr Todesurteil verkünden wollte, kam ein Hirte vom Feld. Er hatte vom Befehl des Königs gehört und sprach: „Erlaube mir, großer König, dass ich dir deinen Wunsch erfülle.“ – „Es geht um deinen Kopf“, antwortete der König, „wenn es dir nicht gelingt, werde ich dich töten lassen.“ Der Hirte nickte und führte den König vor das Schloss. Dann zeigte er auf die Sonne. „Schau hin, großer König.“ Der König wollte in die Sonne blicken, aber ihr Glanz blendete ihn so stark, dass er seine Augen schloss. „Aber König“, sprach der Hirte, „die Sonne ist doch nur ein kleines Stückchen der Schöpfung Gottes. Und du willst mit deinen schwachen, tränenden Augen Gott schauen? Geh und suche ihn mit anderen Augen!“ (Nach Leo Tolstoi)

„Schmunzeliges“
Ein Medizinprofessor in Oxford schrieb voller Stolz ans Schwarze Brett: „Hierdurch teile ich mit, dass ich zum Leibarzt Ihrer Majestät der Königin ernannt worden bin.“ Am darauffolgenden Tag stand darunter zu lesen: „God Save the Queen.“