Abendgebet
Lieber Gott, an diesem Weihnachtsfest kommen wir zu dir mit Dankbarkeit.
Du hast die Welt mit dem Wunder der Geburt deines Sohnes erleuchtet
und uns gezeigt, wie viel Liebe und Hoffnung in Jesu Menschwerdung liegen.
Dank sei dir für das Geschenk deines Sohnes, Jesus Christus,
der Licht in unsere Dunkelheit bringt und uns zu dir zieht.
Wir danken dir für Familie und Freunde,
für Wärme und Geborgenheit, die unser Zuhause erfüllt.
Segne alle, die in diesen Tagen feiern,
und auch diejenigen, die traurig oder einsam sind.
Schütze uns auf all unseren Wegen, stärke unseren Glauben, und vertiefe unsere Hoffnung.
Hilf uns, geduldig zu sein, freundlich zu unseren Mitmenschen,
und großzügig mit denen, die Hilfe brauchen.
Wir danken dir für das Lachen der Kinder, die stillen Momente der Besinnung.
Mach unsere Herzen offen für dein Wirken und lass uns zu Werkzeugen deines Friedens werden.
Gib uns die Kraft, Narben zu heilen – in uns selbst, in unseren Beziehungen und in der Welt um uns herum.
Mögen wir heute und an allen Tagen als Lichtträger fungieren,
das anderen Wärme und Orientierung schenkt.
Amen.
Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.
Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende
gewähre uns der allmächtige Herr. Amen.
Gute Nacht, Aloys
die kleine Stadt Bethlehem
das Christbäumchen
Das Christbäumchen
Die Bäume stritten einmal miteinander, wer von ihnen der vornehmste wäre. Da trat die Eiche vor und sagte: "Seht mich an! Ich bin hoch und dick und habe viele Äste, und meine Zweige sind reich an Blättern und Früchten." "Früchte hast Du wohl", sagte der Pfirsichbaum; "allein es sind nur Früchte für die Schweine; die Menschen mögen nichts davon wissen. Aber ich, ich liefere die rotbackigen Pfirsiche auf die Tafel des Königs". "Das hilft nicht viel", sagte der Apfelbaum, "von deinen Pfirsichen werden nur wenige Leute satt. Auch dauern sie nur wenige Wochen; dann werden sie faul, und niemand kann sie mehr brauchen. Da bin ich ein anderer Baum. Ich trage alle Jahre Körbe voll Äpfel, die brauchen sich nicht zu schämen, wenn sie auf eine vornehme Tafel gesetzt werden. Sie machen auch die Armen satt. Man kann sie den ganzen Winter im Keller aufbewahren oder im Ofen dörren oder Most daraus keltern. Ich bin der nützlichste Baum!" "Das bildest du dir nur ein" sagte die Fichte, "aber du irrst dich. Mit meinem Holz baut man die Häuser und heizt man die Öfen. Mich schneidet man zu Brettern und macht Tische, Stühle, Schränke, ja sogar Schiffe daraus. Dazu bin ich im Winter nicht so kahl wie ihr: Ich bin das ganze Jahr hindurch schön grün. Auch habe ich noch einen Vorzug. Wenn es Weihnachten wird, dann kommt das Christkindchen, setzt mich in ein schönes Gärtchen und hängt goldene Nüsse und Äpfel an meine Zweige. Über mich freuen sich die Kinder am allermeisten. Ist das nicht wahr?" Dem konnten die anderen Bäume nicht widersprechen.
(Wilhelm Curtmann)
„SCHMUNZELIGES“
Ein Mann hat es sehr eilig. Er fragt einen Passanten: „Bitte, wo geht es zum Theater?“ – „Geradeaus!“, sagt der Passant. – „Verdammt“, ärgert sich der Mann, “einmal will ich ins Theater gehen und dann ist die Vorstellung gerade aus!“

