Kinderbibel Jesus Pilatus

aus der Kinderbibel:

Sobald Judas hörte, dass Jesus zum Tode verurteilt worden war, wurde er von Schuldgefühlen und Trauer ergriffen. Er lief zu den Hohepriestern und warf die dreißig Silberstücke vor ihnen auf den Boden. „Ich habe gesündigt!“, weinte er. „Ich habe einen unschuldigen Mann verraten.“ Die Priester lachten. Da lief Judas fort und erhängte sich. Unterdessen wurde Jesus dem römischen Statthalter Pontius Pilatus vorgeführt. Die Juden brauchten seine Zustimmung für Jesus` Hinrichtung. „Er behauptet ein König zu sein“, berichteten sie Pilatus. „Bist du der König der Juden?“ fragte Pilatus. „Du sagst es“, antwortete Jeus. Dann schwieg er und beantwortete keine weiteren Fragen. Pilatus konnte nicht feststellen, dass Jesus etwas Falsches getan hatte, und wollte ihn freilassen.

Wer nicht jeden Tag die Bibel und die Zeitung liest,
weiß weder über die Welt Bescheid
noch über das, was die Welt braucht.

(Johannes Rau)


die beiden Weinstöcke

Die beiden Weinstöcke
Ein Mann pflanzte eines Tages zwei kleine Weinstöcke in seinen Garten. Mit viel Liebe goss und düngte er sie und sprach: „Wachst und gedeiht und macht mir viel Freude.“ Die Jahre gingen ins Land und die beiden Weinstöcke wurden immer größer. Der linke Weinstock wuchs und wuchs, wurde groß und trug wunderschöne Blätter. Der rechte Weinstock war etwas kleiner, doch jedes Jahr mühte er sich ab und trug reiche Frucht. Eines Tages fragte der rechte Weinstock seinen Nachbarn: „Warum trägst du niemals auch nur eine Frucht an deinen Reben. Du bist doch groß und stark.“ Der Linke erwiderte spöttisch: „Bin ich denn verrückt! Schau mich an wie schön ich bin. Ich wachse und wachse und meine Blätter sind riesengroß. Du hingegen verschwendest deine ganze Kraft damit Früchte zu tragen, die dir der Gärtner im Herbst auch noch wegnimmt. Wie dumm du doch bist. Du rackerst dich für andere ab und bekommst nichts dafür.“ Wochen später kam der Besitzer und sah sich seine beiden Weinstöcke an. Freundlich streichelte er den Rechten und dankte ihn für seine guten schönen Weintrauben. Den Linken jedoch sah er voll Missmut an und sprach: „Noch heute werde ich diesen Weinstock abschneiden, da er wertlos ist, weil er keine Früchte trägt.“


das Unmögliche versuchen

Damit das Mögliche entsteht,
muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.

(Hermann Hesse)

Der Laden Gottes
Ich trat ein und sah einen Engel hinter dem Verkaufstresen. Verwundert und überrascht sagte ich: Heiliger Engel des Herrn, was verkaufst du? Das sind Alles Gaben Gottes, antwortete er mir. Sind sie teuer? Nein, es ist alles kostenlos. Ich sah mich aufmerksam im Laden um. Es gab Krüge voll Glück, Päckchen mit Hoffnung, Körbe, die mit Zufriedenheit überquollen, Schachteln gefüllt mit Hinweisen und Weisheiten, Tüten mit Vertrauen. Mut fassend bat ich: Ach, bitte, ich möchte gerne ein Glas Glauben, viel Glück und Frieden für mich und meine Familie, meine Nachbarn und Freunde. Reichlich Dankbarkeit auch, Vergebung und eine große Liebe zu allen. Eilfertig bereitete mir der Engel des Herrn eine kleine Packung, die leicht in meiner Hand Platz hatte. Überrascht sagte ich: Hast du alles, um das ich bat, in dieses winzige Päckchen getan? Lächelnd antwortete der Engel: Mein lieber Mensch, im Laden Gottes verkaufen wir keine Früchte, es gibt nur Samen. Wünschen wir uns, dass diese Samen für uns aufgehen. Geben wir Ihnen jeden Tag ein paar Tropfen Wasser und ab und zu ein klein wenig Dünger, dann wird es uns allen auf dieser Welt besser gehen.

Die Zukunft der Kirche wird aus der Kraft derer kommen,
die tiefe Wurzeln haben und aus der Fülle des Glaubens leben.

(Papst Benedikt XVI.)

Die Liebe ist das Urgeschenk.
Alles, was uns sonst noch unverdient gegeben werden mag,
wird erst durch sie zum Geschenk.
(Thomas von Aquin)

Es muss wohl Menschen geben,
die auch für jene beten, die niemals beten.

(Victor Hugo)

Ich wünsche dir,
dass du dir ein Gespür bewahrst für die leisen Töne des Lebens
und im Umgang mit den Menschen zart sein kannst und genau,
offen für ihre Not und sensibel für das, was sie bedürfen.
Ich wünsche dir,
dass immer dann ein Mensch für dich da ist,
wenn du dich selbst nach Hilfe, Verständnis und Nähe sehnst,
dass du dich aufgehoben und geborgen weißt in Freundschaft und Liebe.

Gott lässt sich nicht erreichen,
aber er steht als Ziel vor dir.

(Antoine de Saint-Exupery)

Von allen Besitztümern auf Erden ist das Wertvollste die Lebenskunst.
Denn alles andere können Kriege und Schicksalsschläge rauben,
die Lebenskunst aber bleibt uns bewahrt.
(Hipparchos)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

3 x „SCHMUNZELIGES“
1. "Wenn das Euer Vater wüsste", sagt die Witwe Henne zu den Küken, "er würde sich im Grill umdrehen."
2. „Heinz, hast du eigentlich schon Urlaubspläne gemacht?" "Nein, wozu? Meine Frau bestimmt, wohin wir fahren, mein Chef bestimmt, wann wir fahren, und meine Bank, wie lange wir fahren."
3. Während einer Gerichtsverhandlung schläft der Angeklagte unversehens ein. - »Das ist ja unerhört!« donnert der Vorsitzende. »Wir verhandeln hier, und der Angeklagte macht ein Schläfchen!« - Da springt der Anwalt des Angeklagten auf und ruft: »Hohes Gericht, das dürfte der beste Beweis für die Unschuld meines Mandanten sein! Es heißt nicht umsonst: Ein gut´ Gewissen Ist das beste Ruhekissen!«

Es segne und begleite uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.